Muskelkater -jeder von euch hatte ihn sicher schon einmal, wenn er zuvor Sport gemacht hat. Oft bekommt man ihn bei ungewohnter Belastung, weshalb er vermehrt bei Anfängern oder einer längeren Pause auftritt.

Muskelkater | Entstehung

Es gibt drei verschiedene Arten an Muskeln: die Skelett-, Herz- und glatte Muskulatur. Um den Muskelaufbau und den entstehenden Muskelkater verstehen zu können, müssen wir uns zunächst den Aufbau der Skelettmuskulatur anschauen, da diese zu unserem aktive Bewegungsapparat gehört (dient zu Bewegung unseres Körpers). Jeder Muskel besteht aus zahlreich parallel angeordneten Muskelfasern. Betrachtet man diese genauer, erkennt man dass eine Muskelfaser aus unzähligen Myofibrillen aufgebaut ist. Diese selbst bestehen aus Sarkomeren , welche durch die Z-Scheibe verbunden sind.

In der Myofibrille befinden sich auch die Mitochondrien (die sogenannten Kraftwerke unserer Zellen, die grundlegenden Energieträger die all unsere Zellen mit Energie versorgen). Diese sorgen dafür, dass sich die Aktin- und Myosinfilamente durch Befehl des Nervensystems annähern und berühren (-> Kontraktion).

Beim Kraftsport entstehen Mikroverletzungen in den Myofibrillen, sogenannte Mikrotraumen. Diese Beschädigung wird im Körper mit einer Verletzung gleichgesetzt, weshalb der Körper sofort  die Heilung der Muskelfasern einleitet und der Wiederaufbau des Gewebes veranlasst wird. Bei der Entzündung sammelt sich Zellwasser in den Muskelfasern an, weshalb dann Schwellungen entstehen. Diese drücken auf die Nerven, weshalb wir einen Schmerz verspüren. Bei Bewegung oder Dehnung verspüren wir dann das typische unangenehme Ziehen/den Schmerz, den wir als Muskelkater bezeichnen.

Muskelkater | Soforthilfe

Dass es kein Wundermittel gibt, bei dem der Muskelkater von der einen auf die andere Minute verschwindet ist euch allen sicher bewusst. Jedoch habe ich hier mal eine kleine Liste der Dinge/Supplements zusammengestellt, die mir weiterhelfen, wenn ich mal wieder einen Muskelkater habe.

1.Massage mit Franzbranntwein

Hierbei verwende ich immer ein Spray, welches aus Franzbranntwein, Arnika-Extrakt und natürlichen ätherischen Ölen aus Latschenkiefer, Fichte, Tanne und Orange besteht. Meines habe ich bei einem Kneipp-Shop für etwa 5 Euro gekauft (*Werbung, selbst gekauft), es gibt aber sicher auch viele andere gute Marken. Die Anwendung ist auch ganz einfach:  etwa 10 Sprühstöße auf die gewünschte Stelle sprühen und leicht einmassiert. Es heilt den Muskelkater zwar nicht, jedoch ist der kühlende Effekt sehr wohltuend und die Massage führt zu einer besseren Durchblutung.

2.Mineralstoffe für die Muskeln

Um die Regeneration auch von innen zu unterstützen ist es wichtig den Magnesiumspeicher wieder aufzufüllen. Die körperliche Beanspruchung und das Schwitzen erhöht nämlich auch den Bedarf an Magnesium.

Es gibt dabei ganz verschiedene Formen in denen man das Magnesium zu sich nehmen kann, ich bevorzuge die Schüßlersalze (bzw. Tabletten) -> Magnesium Phosphoricum D6 Nummer 7 Der Schüßlersalze. Man muss die Tabletten direkt auf der Zunge zergehen lassen, damit es dirket über die Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Ich packe euch hier einfach mal den Link rein, im Grunde wieder Werbung, aber wie auch schon beim zuvor genannten Produkt alles selbst gekauft. In diesem Artikel befindet sich keine Marke mit der ich eine Zusammenarbeit habe! Ich möchte lediglich meine Erfahrungen mit euch teilen, das ist Alles! 🙂

3. Ein heißes Bad nehmen

Die Muskelfasern werden hier wieder nicht wirklich repariert, jedoch wird der Reparaturprozess durch die bessere Durchblutung beschleunigt. Im Grunde wirkt ein heißes Bad ähnlich wie der Franzbranntwein. Öfters füge ich beim Baden noch ein Muskel&Gelenk Badesalz hinzu, welches auch förderlich ist.

4.Sauna oder Infrarot-Wärme-Kabine

Dies sind ebenfalls Möglichkeiten um die Durchblutung zu fördern. Vor allem die Infrarotkabinen sind echt super. Meine Mutter ist auch schon seit Jahren ein Fan davon. Leider haben wir (noch) keine Zuhause, aber wenn ihr das nächste Mal in der Therme seid solltet ihr diese auf jeden Fall mal testen! 🙂

5. Leichtes Dehnen

Leichtes Dehnen kann auch sehr wohltuend sein. Übertreiben sollte man es allerdings nicht, da der Muskel sowie so schon gereizt ist.

6. Ausreichend Schlaf

Da im Schlaf die höchste Konzentration an Wachstumshormonen vorhanden ist, ist dieser besonders wichtig für die Regeneration der Muskeln. Wenn man zu wenig schläft kann dies die Entzündung sogar begünstigen. Schlafmangel kann also sogar kontraproduktiv sein.

Beim Muskelaufbau werden keine neuen Muskelfasern gebildet, die vorhandenen werden nur vergrößert, weshalb es umso wichtiger ist auf eine proteinreiche Ernährung zu achten damit der Muskel wachsen kann.

 

 

Muskelkater -Entstehung und Soforthilfe

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